Harnausscheidung

 

Harnbildung und -ausscheidung sind für den Organismus lebenswichtige Vorgänge, die dafür sorgen, dass die aus dem Blut gefilterten Abbauprodukte wie Harnstoff und Salze ausgeschieden werden sowie der Flüssigkeitshaushalt des Körpers reguliert und sein Säuren-Basen-Gleichgewicht gesichert wird. Der Harn oder Urin wird in den Nieren gebildet und über die Harnleiter (Ureter) zur Harnblase (Vesica urinaria) transportiert, dort gespeichert und ab einem bestimmten Füllungsgrad durch die Harnröhre (Urethra) entleert.

 

Die Menge des gebildeten Harns ist naturgemäß von verschiedenen Faktoren abhängig. So z.B. von der Durchblutung der Niere, der aufgenommenen Flüssigkeitsmenge und davon, wie viel Flüssigkeit über Schweiß durch die Haut, über Wasserdampf durch die Lungen und über den Wasseranteil im Stuhl ausgeschieden wird. Mittelwert ist beim Erwachsenen eine Urinmenge von 1.200 bis 1.500 ml in 24 Stunden.

 

Die Harnentleerung wird als Miktion bezeichnet. Da sich der Drang zum Wasserlassen bei einer Blasenfüllung von etwa 300 bis 500 ml einstellt, ergibt sich bei einer durchschnittlichen Harnproduktion ein drei- bis viermaliges Wasserlassen innerhalb von 24 Stunden. Dies sind die ungefähren Werte, an denen sich Abweichungen beurteilen lassen.